Wie verkaufe ich erfolgreich meine Immobilie?

Unabhängig davon, ob es eine gute oder weniger gute Zeit ist, Immobilien zu verkaufen, gibt es ein paar Dinge, die den Verkauf einer Immobilie erleichtern.
Bevor Sie sich an den Verkauf Ihrer Immobilie machen, empfiehlt es sich, den Markt zu beobachten, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was man zur Zeit für eine Immobilie wie die Ihre verlangen kann.
Natürlich können Sie auch ein professionelles Wertgutachten erstellen lassen. Wundern Sie sich aber nicht, wenn der Wert des Gutachters mit den Preisen des aktuellen Marktes nicht vergleichbar ist. Letzendlich legen Sie allein den Verkaufsbetrag fest. Er sollte nicht zu hoch angesetzt sein, aber natürlich auch nicht zu niedrig, denn jeder Käufer wird versuchen, den Preis zu senken.
Als Besitzer eines Ein- oder Mehrfamilienhauses sollten Sie unbedingt einen Energieausweis erstellen lassen, wenn möglich mit ausgezeichneten Werten, denn je besser die Werte, desto besser die Verkaufschancen. Heutzutage möchte jeder gerade an den Energiekosten sparen.
An diesem Punkt entscheiden Sie, ob es sich lohnt in Ihre Immobilie zu investieren, bevor Sie sie veräußern wollen oder nicht, z.B. kann sich der Verkaufspreis drastisch erhöhen, wenn man in eine Außendämmung oder in neue Fenster investiert.
Nachdem Sie alle wichtigen Unterlagen zusammen und eine Vorstellung des Verkaufspreises haben, versuchen Sie im ersten Schritt die ganz einfache Methode und hängen Sie ein großes Schild mit Ihren Kontaktdaten in´s Fenster – einfach mit der Aufschrift “Zu verkaufen”.
Oft suchen Menschen aus Ihrer direkten Umgebung eine Veränderung, indem sie vielleicht aus ihrer Mietwohnung in ein eigenes Heim ziehen, aber die vertraute Wohngegend nicht verlassen wollen.
Oder Nachbarn haben Verwandte, die in Ihre Umgebung zurück ziehen wollen. Oft ziehen junge Familien aus der Stadt zurück auf´s Land in die Nähe ihrer Eltern.
Außerdem wird sich jeder potentieller seriöser Käufer mit dem Immobilienmarkt und dem ganzen Drumherum beschäftigt haben, sodass er mit Sicherheit versuchen möchte, jegliche Zusatzkosten wie z.B Maklergebühren zu vermeiden.
Sollten sich aber auf das einfache Verkaufsschild keine Interessenten für Ihre Immobilie melden, wäre der zweite Schritt eine selbst geschaltete Anzeige.
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Zeitungsannoncen sind in bekannten Tageszeitungen ausgesprochen teuer. Günstiger sind die wöchentlichen Zeitungen, die Ihnen kostenlos vor die Türe gelegt werden. Damit erreichen Sie auch gerade Menschen in Ihrer Region.

Die moderne Form ist natürlich das Internet. Dort gibt es extra Seiten für Immobilienver- und Käufer. Sehr bekannt ist z.B. der Immobilienscout. Dort werden alle wichtigen Daten der Immobilie hinterlegt. Man kann Bilder – auch vom Innenbereich – einstellen, die den Verkauf ungemein unterstützen und besondere Dinge in einem Text hervorheben. Betonen und fotografieren Sie Räume oder Extras, die Ihnen beim Kauf Ihrer Immobilie schon wichtig waren. Zum Beispiel ein neues Badezimmer mit Fenster, ein riesiger parkähnlicher Garten oder ein liebevoll eingerichteter Partykeller.
Auf diesen Bildern sollte die Immobilie hell, ordentlich, sauber und einladend wirken. Benutzen Sie keine verschwommenen Fotos. Sie sind der erste Blick des Käufers auf Ihre Immobilie und sollten in ihm das Interesse wecken, mehr davon sehen zu wollen.
Wenn Ihre Bemühungen auf eigene Faust nicht fruchten, wenden Sie sich an einen Immobilienmakler. Er erhält einen festen Betrag oder prozentualen Anteil vom Erlös des Immobilienverkaufs. Manche Makler nehmen vom Verkäufer auch gar keine Gebühr, sondern nur vom Käufer.
Der Makler wird Ihre Immobilie fotografieren und sich selber um Anzeigen kümmern. Auch die Kosten dafür trägt er. Die Termine mit Interessenten werden von ihm gemacht und er wird bei Besichtigungen dabei sein und Ihre Immobilie in positivstem Licht darstellen. Sprechen Sie sich vorher ab, wer was erzählt und beschreibt.
Am Tag der Besichtigung sollten Sie wenn möglich nicht unter Zeitdruck stehen und weit vor den Interessenten vor Ort sein. Öffnen Sie die Fenster, lassen Sie frische Luft herein, vor allem wenn die Immobilie zur Zeit nicht bewohnt ist. Ziehen Sie alle Rolladen hoch, damit die Räume hell und offen wirken. Zeigen Sie jeden Raum, versuchen Sie nichts zu verbergen, sprechen Sie Mängel lieber ganz direkt an und bewahren Sie sich bei der Rundführung ein positives Highlight zum Schluss.
Sehr positiv ist ein schön angelegter Garten, wenn Sie einen haben und vor allem, weil der erste Eindruck immer sehr wichtig ist, sollte der Vorgarten mehr als gepflegt sein.
Wenn Sie die Immobilie aktuell bewohnen, sollten alle Räume sauber und ordentlich sein. Gerne können Sie ein wenig dekorieren nach Vorlage aus einem Katalog. Der Besichtigende soll sich in Ihrem zu Hause wohl fühlen.

Seien Sie nicht enttäuscht, wenn es mehrerer Besichtigungen bedarf, bis Ihre Immobilie verkauft wird. Leider kommen manche Interessanten gar nicht zu einer Besichtigung, einige davon sagen noch nichtmal ab.

Sollte sich ein Interessent dazu entschließen, Ihre Immobilie zu erwerben, einigen Sie sich mit oder ohne Hilfe des Maklers über den Verkaufspreis. Danach sollten Sie sich auch auf einen Notar einigen, den sie gemeinsam besuchen, damit dieser den Vertrag aufsetzen kann. Er wird sich um die Eintragung bzw. Löschung im Grundbuch kümmern und zu den finanzierenden Banken Kontakt aufnehmen. Der Notar kontrolliert, ob der Kaupreis “geflossen” ist und bestätigt den Eigentümerwechsel.

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